NEUES

Samstag, 19.12.2020

Wunschliste zum Weihnachtsfest



Samstag, 12.12.2020

Wiederauflage "Mit dem Fußball um die Welt"


Bei allen errungenen Meisterschaften, beim Abstieg und Wiederaufstieg, bei den Pokalsiegen und dem Gewinn des Europapokals des 1. FC Magdeburg war ich dabei. So manche Spieler, Trainer, Offizielle und Funktionäre habe ich kommen und gehen und leider auch sterben sehen. Freude, Glück und Unglück, Erfolg und Missgeschick liegen auch in der sportmedizinischen Betreuung einer Mannschaft dicht beieinander. Das gemeinsame Erleben ist jedoch ein starkes Band. Manche jungen Spieler vom heutigen Club kennen mich nur noch vom Hörensagen und betrachten mich halb verstohlen und halb neugierig, als wollten sie sagen: „Ach, das ist er, der alte Dr. Eckhardt, na ja!“

Mit diesen Worten schließt Dr. Heinz Eckhardt das Buch "Mit dem Fußball um die Welt". Eckhardt, einer der Pioniere der Sportmedizin der DDR, der 18 Jahre Mannschaftsarzt der Fußball-Oberligamannschaft des SC Aufbau, SC Magdeburg und des 1. FC Magdeburg war, beschreibt in diesem Werk anekdotenhaft seine Reise-Erfahrungen mit den von ihm betreuten Fußballmannschaften zu jener Zeit. Reisen, welche ihn lange vor dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ zum „imperialistischen Klassenfeind“ führten. Reisen, die lange vor Billigfliegern und Navigationssystemen oftmals auch abenteuerlich waren. Ganz nebenbei berichtet Dr. Eckhardt über eine Zeit, in welcher internationaler Fußball tatsächlich noch zur Völkerverständigung beitragen konnte und nicht ausschließlich kommerziellen Interessen unterlag.

Dank der Unterstützung durch Dr. Eckhardts Familie sowie Volkmar Laube, der diese Geschichten vor rund 20 Jahren bereits in Kleinstauflage zusammenfasste und uns zur Verfügung stellte, bietet Block U Euch das Buch „Mit dem Fußball um die Welt“ nun in einer Neuauflage an. Wir hoffen, Euch in dieser stadionlosen Zeit so zumindest ein wenig 1.FCM-Gefühl vermitteln zu können.

Ihr erhaltet das Werk ab kommenden Dienstag (15.12.2020) zu den jeweiligen Öffnungszeiten an folgenden Orten (und nach der Rückkehr von Block U natürlich auch im Stadion):

Smokers Paradise Magdeburg
Keplerstraße 4A
39104 Magdeburg

Mo. – Fr. 12:00 Uhr – 18:00 Uhr
Sa. 14:00 Uhr – 18:00 Uhr

Grüne Ecke Magdeburg
Große Diesdorfer Straße 47
39108 Magdeburg

Mo. – Fr. 11:30 Uhr – 18:00 Uhr
Sa. 09:30 Uhr – 12:00 Uhr

Fanprojekt Magdeburg (Weihnachtsschließzeit ab 20.12. beachten)
Lemsdorfer Weg 25
39112 Magdeburg

Im Fanprojekt erhaltet Ihr nun außerdem auch den Block U Wandkalender!

Bitte beachtet vor Ort unbedingt die jeweils geltenden Hygienebestimmungen. Um eine Spende zur Deckung der Druckkosten (ca. 8€ je Büchlein) wird ausdrücklich gebeten.



Donnerstag, 03.12.2020

+++ Wandkalender 2021 ab sofort erhältlich +++


Hallo Clubfans,

die pandemische Lage in Deutschland hat uns weiter fest im Griff und lässt auf unbestimmte Zeit keinen Stadionbesuch mehr zu. Wann wir uns alle endlich im Krügel-Stadion wiedersehen können ist völlig ungewiss. Umso schöner ist es, dass Ihr Euch nun zumindest ein Stück Block U an die Wand hängen könnt oder anderen in diesen schwierigen Zeiten eine Freude machen könnt.

Jawohl, unser Wandkalender für das Jahr 2021 ist ab sofort für Euch erhältlich und macht sich ganz sicher auch verdammt gut unter dem Weihnachtsbaum. Wir empfehlen als Dankeschön eine Spende von 10€.

Erhältlich ist der Wandkalender hier:

Smokers Paradise Magdeburg
Keplerstraße 4A
39104 Magdeburg

Mo. – Fr. 12:00 Uhr – 18:00 Uhr
Sa. 14:00 Uhr – 18:00 Uhr


Grüne Ecke Magdeburg
Große Diesdorfer Straße 47
39108 Magdeburg

Mo. – Fr. 11:30 Uhr – 18:00 Uhr
Sa. 09:30 Uhr – 12:00 Uhr

Bleibt gesund, haltet Euch fit und haltet durch!

Sonntag, 01.11.2020

Stellungnahme zur aktuellen sportlichen Situation


Bereits im März dieses Jahres meldeten wir uns mit einem ausführlichen Statement zur sportlichen Situation des 1. FC Magdeburg zu Wort und forderten darin unter anderem eine umfassende, tiefgreifende und ehrliche Analyse sowie eine kritische Selbsteinschätzung von Mario Kallnik. Diesen Forderungen wurde wenige Tage später in einem Treffen mit Vertretern des Präsidiums und des Aufsichtsrates auch mündlich Nachdruck verliehen.

Passiert ist – rund 8 Monate nach diesem Statement – nichts.

Der 1. FC Magdeburg befindet sich stattdessen nach 8 Spieltagen mit lediglich 4 Punkten auf der Habenseite auf dem letzten Tabellenplatz der 3. Liga und schied zudem im DFB-Pokal aus. Im Anschluss an die bezeichnende Niederlage in Mannheim, bei welcher die Puste der Mannschaft einmal mehr nicht für 90 Minuten reichte, versammelten sich etliche Clubfans am Heinz-Krügel-Stadion, um mit der Mannschaft und Teilen des Trainerteams (Thomas Hoßmang war nicht anwesend) Klartext zu reden.

Folgende Forderungen wurden vor Ort formuliert und werden hiermit an die Öffentlichkeit gebracht:

Eigenständiger Rücktritt oder Absetzung von Mario Kallnik

Mario Kallnik hat seit seinem Amtsantritt viel für den 1. FC Magdeburg geleistet. Diese Leistung erkennen wir ausdrücklich an und wir sind ihm dankbar für sein Engagement. Seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ist es Mario Kallnik jedoch nicht mehr gelungen, positive Impulse zu setzen. Stattdessen folgten in kürzester Zeit mehrere fatale personelle Fehlentscheidungen. Der 1. FC Magdeburg befindet sich sportlich im freien Fall und die Hauptverantwortung für diese Entwicklung trägt Mario Kallnik.

So entschied sich Mario Kallnik nach der Absetzung von Maik Franz bewusst gegen die dringend notwendige Neuinstallation einer sportlichen Leitung, um in seiner Kompetenz nicht beschnitten zu werden. Die heutige Pressemitteilung (01.11.2020) verstehen wir als peinlichen Schnellschuss, wohlwissend getroffen, um die brodelnde Fanszene zu beruhigen und als letzte Chance, die eigenen Felle zu retten.

Aber nicht mit uns!

Dein Kredit ist aufgebraucht. Mario Kallnik - packe Deine Koffer und beschädige Dein in harter Arbeit errichtetes Denkmal in Magdeburg nicht! Wir fordern Dich auf, zu Deinen Worten zu stehen und Dein Amt in jenem Moment zur Verfügung zu stellen, in welchem Du nicht mehr in der Lage bist die Entwicklungen beim 1. FC Magdeburg positiv zu beeinflussen! Das Leistungsprinzip gilt auch für Dich! Wir messen Dich an Deinen eigenen Worten.

Die Zeit für eine Ära nach Mario Kallnik beim 1. FC Magdeburg ist gekommen!

Eigenständiger Rücktritt oder Absetzung von Thomas Hoßmang

Thomas Hoßmang hat den 1. FC Magdeburg in der letzten Saison vor dem Abstieg bewahrt. Dafür sind wir dankbar. Doch in der momentanen Situation ist er überfordert und nicht in der Lage die Mannschaft als Trainer zu führen. Jeder sieht es. Die Reißleine muss gezogen werden, ehe die sportliche Situation noch aussichtsloser wird!

Mannschaft – Fresse halten, Fußball spielen!


Block U – 1. FC Magdeburg im November 2020

Donnerstag, 03.09.2020

Statement zum Saisonstart


Die Spielzeit 2020/2021 wird am Sonntag, den 13.09.2020, für unseren 1. FC Magdeburg mit einem Heimspiel im Pokal gegen den SV Darmstadt 98 beginnen. Viel wird derzeit diskutiert und spekuliert, ob, und wenn ja, in welcher Anzahl Zuschauer bei Heimspielen des 1. FC Magdeburg auf den Rängen des Heinz-Krügel-Stadions anwesend sein können. Wir wollen uns an dieser Stelle vor dem Saisonstart positionieren.


Fanausschuss und organisierter Fanblock

Am 06.08.2020 hat der 1. FC Magdeburg, vertreten durch Mario Kallnik und Matthias Kahl, im Rahmen des Fanausschusses ein vorläufiges Hygienekonzept für die Heimspiele im Heinz-Krügel-Stadion präsentiert. Dieses Konzept sah unter anderem eine Einbeziehung der Stehplätze auf der Nordtribüne sowie eine angepasste Kapazität für Gästefans vor. Das vorgestellte Konzept wurde auch von Block U als zeitgemäß anerkannt. Ausdrücklich möchten wir an dieser Stelle den Verantwortlichen beim Club einen vernünftigen und fanfreundlichen Umgang mit der aktuellen und eben auch sehr schwierigen Situation bescheinigen. Dass die Saison zunächst ohne Stehplätze und Gästefans starten wird, eben auch weil hier die Landespolitik und das Gesundheitsamt noch ein Wörtchen mitzureden haben, machen wir dem 1. FCM nicht zum Vorwurf.

Wir werden jedoch aufgrund der Umstände, welche wir, da wir keine Gesundheitsexperten sind, in ihrer Notwendigkeit nicht einschätzen und bewerten wollen, bis auf weiteres keinen organisierten Fanblock stellen. Trotzdem wollen wir alle Clubfans dazu ermutigen die Heimspiele im Heinz-Krügel-Stadion zu besuchen und so zur wirtschaftlichen Stabilität des 1. FCM beizutragen. Allen Clubfans sollte es aber auch wertungsfrei zugestanden werden von einem Stadionbesuch abzusehen.

Wir wollen jedoch ausdrücklich daran appellieren, dass jeder Clubfan der sich bewusst für den Stadionbesuch entscheidet, eine Verantwortung gegenüber der gesamten Fanszene trägt, was hoffentlich schnellstmögliche weitere Lockerungen angeht.


Heimspiel gegen den Halleschen FC

Unabhängig von der aktuellen Ausnahmesituation wird Block U das Heimspiel zum Saisonstart gegen den Halleschen FC nicht besuchen.


Ausblick

Die pandemische Lage ist schnelllebig und unvorhersehbar. Entsprechend werden auch wir unsere Positionierung in regelmäßigen Abständen und angepasst an die aktuellen Begebenheiten neu bewerten. Ab wann und in welcher Form das Fangeschehen auf den Rängen im Block U wieder koordiniert stattfinden wird, ist derzeit beim besten Willen nicht abzuschätzen.

Wir fordern aber schon heute die Politik, die Verbände und selbstverständlich auch die Vereine dazu auf, die Reglementierungen für Fußballfans, sobald es die Umstände zulassen, fallen zu lassen. Wir werden Kapazitätsbeschränkungen, Gästefanverbote und die grundsätzliche Personalisierung von Eintrittskarten nicht länger als zwingend notwendig akzeptieren.

Block U – 1. FC Magdeburg im September 2020


Sonntag, 26.07.2020

Football belongs to the people

Football belongs to the people

Since a few weeks our sport has changed like never before in such a short period of time. Due to COVID-19 outbreaks in many countries all competitions were stopped, some even cancelled. Right now, football is mostly played behind closed doors or with serious regulations for a small amount of spectators. Officials and businessmen are proud of themselves for saving the sport and making football a TV-Show. What they saved is their business, nothing more. What’s still in danger is our way of living and loving football, dedicating ourselves to the clubs we follow and the emotions we bring to the stands. We insist in being a part of this sport. A part which you can’t leave out or reduce to a simple sound option or animated fan choreographies during the next Pay TV broadcast.


Fußball gehört den Menschen

Seit ein paar Wochen hat sich unser Sport in einer kurzen Zeitspanne verändert wie nie zuvor. Aufgrund des Ausbruchs von COVID-19 in vielen Ländern wurden alle Wettbewerbe gestoppt, manche gar abgebrochen. Im Moment wird Fußball meist hinter verschlossenen Toren oder vor stark begrenzten Zuschauerkontingenten gespielt. Offizielle und Business-Vertreter rühmen sich dafür, den Fußball mit Hilfe einer TV-Veranstaltung gerettet zu haben. Das Einzige, was sie damit gerettet haben, ist ihr Business. Weiterhin gefährdet bleibt die Art und Weise, wie wir den Fußball leben und lieben: Unsere Leben unseren Vereinen zu widmen und unsere Emotionen auf die Ränge der Stadien zu bringen. Wir bestehen weiterhin darauf, ein Teil dieses Sports zu sein. Ein Teil, der nicht ausgespart und auf eine einfache Sound-Option oder animierte Fan-Choreographie während der nächsten Pay-TV Übertragung reduziert werden kann.

Mittwoch, 15.07.2020

Graffitis machen grauen Wände lebendig

Die Kunstbanausen des 1. FC Magdeburg waren in den vergangenen Monaten und Jahren sehr fleißig. Deshalb haben wir unsere Graffiti Galerie um einen kleinen Teil erweitert.


>>> weitere Impressionen in der Galerie

Donnerstag, 11.06.2020

AUFRUF ZUM VERZICHT AUF DIE RÜCKERSTATTUNG VON TAGES- UND DAUERKARTEN

Seitdem uns die Situation rund um das Coronavirus in Magdeburg viel mehr und intensiver beschäftigt, als wir uns das alle jemals hätten träumen lassen, ist sowohl in der Gesellschaft als auch im Fußball einiges passiert.

Der Fußball hätte nachhaltig verändert werden können, doch außer bloßer Lippenbekenntnisse aus der Beletage des deutschen Fußballs ist von dieser einmaligen Möglichkeit leider nicht viel übrig geblieben. Während sich viele Fußballfans gegen ein „weiter so“ positionierten, werden anderswo bereits wieder wahnwitzige Millionenbeträge für Spielertransfers verhandelt und diskutiert.

Wie befürchtet, ist nun auch der Spielbetrieb in der 3. Liga wieder aufgenommen worden. Unserem Club droht ein beachtliches Minus und somit ein dramatischer Finanzverlust. Das Ergebnis des soliden und nachhaltigen Wirtschaftens der vergangenen Jahre ist ernsthaft bedroht. Ihr habt das Ganze sicherlich in den Medien verfolgt.

In den kommenden Tagen wird der 1. FC Magdeburg über die Modalitäten zur Rückerstattung für erworbene Dauer- und Tageskarten informieren. Viele Clubfans werden auf die Gelder aus den Rückerstattungen angewiesen sein, weil auch an ihnen die Krise nicht spurlos vorüber geht oder das Geld einfach sowieso nicht ganz so locker sitzt. Jeder hat dafür Verständnis!

Wir wollen mit diesem Aufruf aber dennoch an all jene Clubfans appellieren, die aufgrund geringerer finanzieller Zwänge nicht auf die Rückerstattung für Tages- oder Dauerkarten angewiesen sind.

Bitte überlegt im Sinne des 1. FC Magdeburg, auf die Rückerstattungsmöglichkeiten zu verzichten. Helft auf diesem Weg mit, die finanziellen Auswirkungen der Krise für unseren Club so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Der 1. FC Magdeburg hat aus seinen Fehlern der Vergangenheit gelernt, wirtschaftet solide und nachhaltig. Gemeinsam können wir dem 1. FC Magdeburg helfen, diesen Weg weiter zu gehen.

Nochmals danken wir Euch auch mit Blick auf die Rotterdam-Aktion für das große Verständnis und euer Engagement. Die finale Abrechnung erfolgt Anfang Juli nach Saisonabschluss. Hierüber werden wir Euch natürlich informieren. Es war eine großartige Aktion für unseren Verein.

FanRat e.V. & Block U 1. FC Magdeburg


Mittwoch, 10.06.2020

AUFWACHEN UND HANDELN



Donnerstag, 28.05.2020

In der Krise beweist sich der Charakter


Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.


Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht.

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird.

Veränderungen

„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde.

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1. Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder

Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2. Rücklagen

Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese - ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3. Gehalts- und Transferobergrenzen

Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4. Einfluss durch Berater beschränken

Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.

Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.

Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.

Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.

Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!

Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5. Kader begrenzen

Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauern. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.

Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worten der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020