Am Sonntag werden wir vor dem Heimspiel gegen Holstein
Kiel noch die letzten T-Shirts mit der Aufschrift „CLUBFANS“ gegen eine Spende
von 20€ anbieten. Ab 10:00 Uhr habt ihr auf dem Schotterplatz hinter der
Nordtribüne die Möglichkeit eines der guten Stücke zu erhalten. Damit dann die
Wartezeit bis zum Anpfiff aber nicht ungenutzt verstreicht, bieten wir noch
Speisen vom Grill und Getränke sowie zahlreiche Sitzgelegenheiten an, damit wir
uns gemeinsam auf den ersten Heimsieg der Saison einstimmen können. Kommt
zahlreich vorbei!
Mit Beginn der Bundesligasaison 2017/2018 wurde der
Video Assistant Referee im deutschen Fußball mit dem Ziel eingeführt, klare und
offensichtliche Fehlentscheidungen zu korrigieren und den Fußball gerechter zu
machen. Selbst Fans, die der Neuerung anfangs noch offen und positiv
gegenüberstanden, konstatieren nach mittlerweile 9 Jahren, dass der VAR den
Charakter des Spiels grundlegend verändert hat.
Während der Fußball von Intensität und Rhythmus lebt, leidet der Spielfluss
erheblich unter den sich in die Länge ziehenden Unterbrechungen. Wir müssen
ebenfalls schmerzlich feststellen, dass er den emotionalsten Moment des Spiels
zerstört hat. Statt spontaner Freude bei einem Tor herrscht Unsicherheit ob
einer möglichen Überprüfung. Dabei bleiben Entscheidungen aufgrund
unterschiedlicher Eingriffsschwellen, uneinheitlichen Auslegungen oder
menschlichen Fehlern weiterhin umstritten. Die Hoffnung bei Einführung auf eine
objektive Gerechtigkeit hat sich nicht erfüllt, vielmehr schafft der
Videoassistent neue Ungerechtigkeiten.
Die These, es gäbe mit dem VAR weniger Diskussionen über
Schiedsrichterentscheidungen, stellte sich als Trugschluss heraus. Es gibt
jetzt noch mehr. Trotz einer Vielzahl an Reparatur- und Optimierungsversuchen
wird der Videoassistent mittlerweile von einem Großteil der Fußballfans
abgelehnt und trifft im Stadion auf immer mehr Wut und Unverständnis. Dass der
Fußball nie fehlerfrei war und es auch nicht sein muss, ist eine Erkenntnis,
die wir in den letzten Jahren gewonnen haben. Wir möchten die objektiv
messbaren Erfolge des VAR dabei nicht in Abrede stellen. Wir möchten vielmehr
darauf aufmerksam machen, dass der Preis für den objektiven Nutzen zu hoch ist.
Einen Preis, den wir nicht länger bereit sind zu bezahlen.
In der nun startenden ersten Pokalrunde sehen wir den Fußball, wie er sein
sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen. Zu
diesem Zustand möchten wir dauerhaft zurückkehren und fordern deshalb die
Abschaffung des Video Assistant Referee im deutschen Fußball.
Wir möchten die Freude am Fußball zurück!
BLOCK U – 1. FC MAGDEBURG & FanRat e.V.
Na Clubfans, habt ihr die Sommerpause gut überstanden
und habt ihr auch schon so richtig Bock auf die neue Saison? Perfekt, dann geht
es euch nämlich genau so wie uns, denn wir haben in der neuen Spielzeit so
einiges vor und werden ganz sicher das eine oder andere Highlight setzen!
Wisst ihr noch, damals, am 19.12.2006? Ähnlich wie am
Wochenende hieß der Gegner Eintracht Braunschweig, BLOCK U trat erstmals organisiert
im seinerzeit noch neuen Heinz-Krügel-Stadion auf und der Startpunkt einer nun
fast zwanzigjährigen Reise war gesetzt!
Was das heißt?
Wir starten am kommenden Samstag in unsere
Jubiläumssaison, denn 20 Jahre BLOCK U bedeuten 20 Jahre Einsatz, Kreativität,
Gemeinschaft und Brachialität im Zeichen des 1. FC Magdeburg. Getreu dieser
Schlagwörter stellen wir diese besondere Saison unter das Motto „20 Jahre BLOCK
U – Der Kurve zum Nutzen!“. Denn genau
hierin liegt unsere Zielstellung – wir stellen uns als Teil der Kurve in den
Dienst der Kurve. Die Kurve, das sind nicht nur wir ULTRAS alleine, sondern es ist
die einzigartige Gemeinschaft unzähliger Fanclubs und tausender Clubfans in den
verschiedensten Definitionen!
Dieses Gefühl der Gemeinschaft gilt es (neu) zu erwecken
und zu befeuern, es soll uns durch die Saison tragen und klar ist, dass wenn
wir alle füreinander einstehen, dann werden wir unsere Kurve wieder ein Stück
weiter nach vorne bringen. Die Messlatte für die Jubiläumssaison wird am
Samstag mit dem ersten Einklatschen gelegt. Also Clubfans – los geht’s!
Im Zuge dessen laden wir alle Clubfans am Samstag im
Anschluss an das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig zu einer
Saisoneröffnung, natürlich bereits mit den ersten 3 Punkten im Gepäck, auf den
Schotterplatz hinter der Nordtribüne ein. Es wird einen Solistand mit einigen
Artikeln aus älteren Tagen geben, dazu gegen einen Spendenwert von 20€ einen
exklusiven Fanartikel, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Für das
leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt und Sitzmöglichkeiten sind
ebenfalls reichlich vor Ort, um den Spieltag im Rahmen der Saisoneröffnung ganz
gemütlich ausklingen lassen zu können. Kommt vorbei!
Abschließend noch die Bitte, dass wir am Samstag im
gesamten Heimbereich für anstehende Projekte auf Spendensammlung gehen werden.
Unterstützt uns gerne mit einer kleinen Spende!
20 JAHRE BLOCK U – DER KURVE ZUM NUTZEN!
Der Ball rollt wieder. Zwei
Regionalligen starten. Anfang August ist die vierte Liga dann komplett im Modus
und auch die Zweit- und Drittligisten wieder auf Punktejagd. Es folgt der Pokal
und das Oberhaus.
Was alle Vereine unabhängig der
aktuellen Ligenzugehörigkeit verbindet? Die Verbände, welche die Regeln vorgeben!
So weit, so logisch. Aber längst nicht mehr gut…
Der jüngste Skandal um die lang
ersehnte Aufstiegsreform beweist beispielhaft, dass die Fußballverbände längst
vergessen haben, welche Interessen sie vertreten. Es geht ganz offensichtlich
nicht mehr um den Willen der Vereine, ihrer Sportler und Mitglieder, sondern um
Besitz- und Machtansprüche.
Vor knapp einem Monat stimmten
Klubs von der 3. Liga bis zur Oberliga über eine überfällige Reform der
Regionalligen ab. Auf dem Tisch lag das Ergebnis einer vom DFB eingesetzten
Arbeitsgruppe: zwei mögliche Modelle.
Wenige Tage vor der Abstimmung
offenbarte eine undichte Stelle, dass die fünf Regionalverbände (u.a. der NOFV)
heimlich, still und beschämend zentrale Elemente an den Modellen und am
Abstimmungsverfahren änderten – ohne transparente Kommunikation zu keinem
Zeitpunkt. Kurzform: 18 statt 20 Teams in den neu geschaffenen Ligen und eine
Abkehr von der bundesweiten Mehrheitsfindung hin zum Vetorecht für einzelne
Regionen. Die Vereine und Fankurven liefen kurzfristig Sturm, jedoch gelang der
bodenlose Schachzug der Regionalfürsten: die argumentative und auf einem fair
ausgehandelten Kompassmodell fokussierte Geschlossenheit der Vereine wurde
durch aufkommende Ängste geschwächt.
Viel zu lange litten die Regionalligisten
unter dem Opportunismus der Verbandsfunktionäre, ließen sich gegeneinander
ausspielen und letztlich betrügen. Der Reformwille ist geheuchelt, der letzte
Funke Vertrauen meilenweit ins Abseits gestellt. Der deutsche Fußball braucht
strukturelle und personelle Veränderungen. Die Chancen stehen gut, denn der
Zusammenhalt der Vereine und Fans wird immer stärker und der Druck auf die
Verantwortlichen wächst.
Liebe Fans, wir haben spätestens
jetzt einen Punkt erreicht, an welchem Köpfe rollen müssen. Die
Regionalverbände haben ihre Maske abgelegt und der korrupte DFB scheint den
Gebären seiner Vizepräsidenten nichts Ehrliches entgegen zu setzen. Der Start
der neuen Saison wird ungemütlich. Es geht um mehr als einen sportlich
erfolgreichen Start in die Spielzeit – es geht um Fairness, Authentizität und
konsequente personelle und ideelle Veränderungen im Fußball. Der Protest der
Vereine und ihrer Anhänger wird in die Stadien getragen und die Solidarität
zunächst nur mittelbar betroffener Clubs ist dabei spürbar.
Wir bitten in diesem Zusammenhang um euer Verständnis und eure Solidarität für die anstehenden Protestaktionen und freuen uns über jede Unterstützung. Wir versprechen Angemessenheit, aber definitiv spürbare Aktionen und freuen uns in den kommenden Wochen über Unterstützung aus allen Stadionbereichen.
FÜR EINEN BESSEREN FUSSBALL!
• FANSZENE BFC DYNAMO
• SÜDKURVE CHEMNITZ
• ULTRAS SV BABELSBERG 03
• BADKURVE PLAUEN
• FANSZENE HERTHA BSC
• ULTIMA RAKA 2002 & ULTRAS ENERGIE & CBR02 – Energie Cottbus
• Fankurve E5 Zwickau
• STEIGERWALDKURVE ERFURT
• Fanszene des F.C. Hansa Rostock
• BLOCK U — 1. FC MAGDEBURG
• Wuhlesyndikat 2002 – Union Berlin
• SÜDKURVE JENA
• Westkurve 1860 München
• Nordkurve Nürnberg
• Südkurve München
• Gegengerade Bayreuth
• Fanszene Schweinfurt
• Südtribüne Unterhaching
• Nordtribüne Fürth
• Fanszene Würzburger Kickers
• Stehplatz Mitte — SC Fortuna Köln
• Curva Clock — FC Gütersloh
• Fanszene Siegen — Sportfreunde Siegen
• Fiffi Geritzen Kurve — SC Preußen Münster
• Fanszene Lippstadt — SV Lippstadt
• Ultrà-Szene – BTSV Eintracht 1895
• Violet Crew Osnabrück
• Ultra Szene Wolfsburg
• Block 5 Emden
• Fanszene Göttingen
• Compagno Ultras / New Connection Ultras / Block 501 e.V. – Holstein Kiel
• Gegengerade Bremer SV
• Succade Ultra Oldenburg / Blue Flames Ultras – VfB Oldenburg
• Nordtribüne Hamburg
• Szene Meppen
• Fanszene der SG Dynamo Dresden
Jahrelang
wurde von Transparenz, Dialog und einer gemeinsamen Reform der Regionalligen
gesprochen. Vereine investierten Zeit, Energie und Vertrauen in einen eigens
initiierten Prozess, der endlich zu einer fairen und tragfähigen Lösung führen
sollte. In dieser Form in seiner Ausgestaltung und Professionalität beispiellos
im europäischen Fußball.
Nun - kurz vor der finalen Abstimmung der
Vereine - zeigt sich, was die Verlautbarungen der Regionalverbände tatsächlich
wert sind. Sie gipfeln in einer Situation, die uns als Fans der betroffenen,
aber auch der aktuell und perspektivisch nicht betroffenen Vereine noch
wütender macht. Nicht nur kritischen Fans wird jetzt endgültig klar, dass die
Verbände *nicht* im Sinne ihrer Mitgliedsvereine agieren, sondern ganz eigene
Ziele verfolgen. Was FIFA und Co. auf der großen Bühne vormachen, spielen die
Regionalverbände nach.
Der erste Kritikpunkt: Aus dem gemeinsam
erarbeiteten Kompassmodell mit vier 20er-Staffeln sollen
plötzlich 18er-Staffeln werden. Dabei waren die zusätzlichen Heimspiele
einer der größten sportlichen und wirtschaftlichen Vorteile des Modells. Wer
diesen zentralen Baustein wenige Tage vor der Abstimmung streicht, entwertet
nicht nur monatelange Arbeit – sondern nimmt den Vereinen einen entscheidenden
Mehrwert, den sie längst in ihre Überlegungen einbezogen hatten.
Der zweite Kritikpunkt: Eine bundesweite
Mehrheit der Vereine - basierend auf monatelangem Austausch und Bewerten von
Argumenten - soll nun nicht mehr ausreichen. Stattdessen soll jede der fünf
Regionen eine eigene interne Mehrheit erreichen, um Zustimmung geben zu können.
Aus einem demokratischen Mehrheitsprinzip einer bundesweiten Thematik wird
damit faktisch ein Vetorecht einzelner Verbände. Wer Mehrheiten aushebelt,
stärkt keine Demokratie – sondern zementiert bestehende, ungerechtfertigte und
ebenso reformbedürftige Machtverhältnisse.
Noch schwerer wiegt jedoch die Art und Weise.
Ausgerechnet in dem Moment, in dem sich Vereine bundesweit zusammengeschlossen,
vernetzt und erstmals mit einer gemeinsamen Stimme für eine Reform eingesetzt
haben, werden kurz vor der Abstimmung die Spielregeln verändert. Das wirkt
nicht wie der Versuch, einen besseren Kompromiss zu finden. Es entsteht
vielmehr der Eindruck, dass genau diese Geschlossenheit unterlaufen werden
soll. Wer monatelang Beteiligung einfordert, um anschließend im entscheidenden
Moment hinter den Kulissen die Grundlagen zu verändern, verspielt jedes
Vertrauen in einen fairen Prozess.
Der Widerstand ist die logische Konsequenz.
Nicht nur von den unmittelbar betroffenen Fans, sondern von allen, denen an
einem glaubwürdigen und basisorientierten Fußball gelegen ist. Wer heute
schweigt und diesen miesen Schachzug akzeptiert, der billigt gleichzeitig, dass
Verbände ihre eigenen Machtinteressen über die Interessen der Vereine stellen.
Diese Form der Verbandsarbeit hat den Fußball lange genug ausgebremst. Es ist
Zeit, ihr entschlossen entgegenzutreten und deutlich zu machen: Reformen müssen
von den Vereinen getragen werden – nicht gegen sie.
Wir rufen die Vereinsvertreter dazu auf, mit
Geschlossenheit und breiter Brust aufzutreten und die anstehende Abstimmung
unter diesen Umständen nicht durchzuführen.
Die Verbände dürfen sich sicher sein, dass es
keinen Weg mehr an einer grundhaften Veränderung ihrer Ausrichtung und Politik
vorbei gibt. Wir werden nicht locker lassen - ihr habt es nicht anders
verdient.
Fanszenen Deutschlands im Juni 2026